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Hál wes þú Maria
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Runen

ᚻᚪᛚ ᚹᛖᛋ ᚦᚢ᛫ ᛗᚪᚱᛄᚪ᛫ ᛗᛁᛞ ᛄᛁᚠᛖ ᛄᛖᚠᚣᛚᛖᛞ᛫
Hál wes þú [Maria] mid gife gefylled,
Gegrüßet seist du, Maria, voll der Gnaden,
ᛞᚱᚣᚻᛏᛖᚾ ᛗᛁᛞ ᚦᛖ᛫
Dryhten mid þé;
der Herr ist mit dir.
ᚦᚢ ᛠᚱᛏ ᛒᛖᛏᚹᛇᛉ ᚹᛁᚠᚢᛗ ᛄᛖᛒᛚᛖᛏᛋᚩᛞ᛫
þú eart betweox wífum gebletsod,
Du bist gebenedeit unter den Frauen,
ᚪᚾᛞ ᛄᛖᛒᛚᛖᛏᛋᚩᛞ ᚣᛋ ᚦᛁᚾᛖ ᛁᚾᚩᚦᛖᛋ ᚹᚫᛤᛗ᛫ ᛄᛖᛏᛋᚢᛋ᛬
and gebletsod ys þíne innoðes wæstm [Iésus].
und gebenedeit ist die Frucht deines Leibes, Jesus.



ᚪᛗᛖᚾ᛬
[Amen.]
Amen.

Kommentar
Gegrüßet seist du, Maria has seine heutige Gestalt erst im 16. Jahrhundert erreicht, ein halbes Jahrtausend nach dem altenglischen Zeitalter. Dieses Gebet befindet sich also nicht im Korpus dieser Sprache. Dennoch wurde die Anfangsantiphon (der Gruß an die Heilige Jungfrau) viel früher verwendet. Der Ausdruck stammt aus dem Johannesevangelium and verknüpft die Wörter des Engels Gabriels bei der Verkündigung (Lk 1,28) mit den Wörtern der Elisabeth beim Besuch Marias (Lk 1,42), zusammen mit den Namen von Maria und Jesus. Als altenglische Übersetzungen der Evangelien uns überliefert worden sind, können wir eine altenglische Fassung des Antiphons rekonstruieren. Wir haben die Wessex Gospels im westsächsischen Dialekt des späten 10. Jahrhunderts verwendet, wie Benjamin Thorpe sie 1842 herausgegeben hat. Die Wörter, die wir dem evangelischen Text hinzugefügt haben, stehen in Klammern.

Die Übersetzung ist die deutsche Fassung des Gebets.

Der Text wird in angelsächsische Runen oder Futhorc umgeschrieben, die in England vom 5. bis zum 11. Jahrhundert gebraucht wurden, und die Tolkien im Vorwort des Hobbits veranschaulichte. Wir haben die Schriftart Pfeffer Mediæval von Robert Pfeffer verwandt.  Modus in Glaemscribe öffnen

Quellenangabe
Thorpe, Benjamin. Ða Halgan Godspel on Englisc: the Anglo-Saxon version of the holy Gospels. London: J. F. G. and J. Rivington, 1842. 256 p. 🌍 Internet Archive.

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Letzte Aktualisierung der Website: 30. Juli 2019. Kontakt: