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Kildo kirya ninqe
pinilya wilwarindon
veasse lúnelinqe
talainen tinwelindon.

Vean falastanéro
lótefalmarínen,
kirya kalliére
kulukalmalínen.

Súru laustanéro
taurelasselindon;
ondolin ninqanéron
Silmeráno tindon.

Kaivo i sapsanta
Rána númetar,
mandulómi anta
móri Ambalar;
telumen tollanta
naiko lunganar.

Kaire laiqa’ondoisen
kirya; karnevaite
úri kilde hísen
níe nienaite,
ailissen oilimaisen
ala fuin oilimaite,
alkarissen oilimain;
ala fuin oilimaite
ailinisse alkarain.
Ein weißes Schiff sah man, klein wie ein Schmetterling,
auf den blauen Fluten des Meeres, mit
Sternenschwingen.

Auf dem Meere gingen laut die Brandung und Wellen
mit Blütenkronen. Das Schiff schimmerte vor
goldenen Lichtern.

Der Wind rauschte wie durch Wälderlaub,
die Felsen lagen weißglänzend unter dem silbrigen Mond.

Wie ein Leichnam in sein Grab sank der Mond
im Westen; der Osten türmte schwarze Schatten der
Hölle auf. Der Himmel hing durch bis auf die
Gipfel der Berge.

Das weiße Schiff lag auf den Felsen; aus den roten
Himmeln vergoss die Sonne mit feuchten Augen dunstige
Tränen auf die letzten Ufer nach der letzten Nacht
mit den letzten Lichtstrahlen - nach der letzten Nacht
auf die schimmernde Küste.

Kommentar
Im Jahr 1931 hielt J. R. R. Tolkien einen Vortrag über sein Erfinden von Sprachen, und befürwortete dieses seltsam anscheinende Hobby als eine besondere Kunstart. Dieser wichtigste Text, um zu verstehen, was seine Sprachen für ihn bedeuteten, wurde in der Sammlung Die Ungeheuer und ihre Kritiker unter dem Titel Ein heimliches Laster veröffentlicht. Tolkien wies zum Beispiel mehrere Gedichte vor, drei auf Quenya und eines auf Noldorin; Oilima Markirya „Die letzte Arche“ liegt darunter. Sicher war dieses Gedicht sinnvoll für Tolkien, weil er es mehrmals bearbeitete: so gibt es mehrere abweichende Fassungen (deren Entwicklung in Parma Eldalamberon Nr. 16 studiert worden ist), obwohl der Inhalt sich nicht so viel ändert. Im Haupttext liegt die von uns betitelte Fassung Oilima Markirya II, mit Notizen und Varianten am Ende. Diese Variante hier ist nach einer Notiz die erste Fassung des Gedichts, so haben wir sie Oilima Markirya I genannt. Wir geben sie wieder mit Wolgang Kreges Übersetzung von Tolkiens englischer Deutung.

Der Text wird in Sarati oder „Rúmils Buchstaben“ senkrecht von oben nach unten und von links nach rechts umgeschrieben. Die Zeichen folgen Tolkiens Bestimmung für Quenya. Wir haben die Schriftart Sarati Eldamar von Måns Björkman verwandt.  Modus in Glaemscribe öffnen

Quellenangabe
Tolkien, John Ronald Reuel. The Monsters and the Critics and Other Essays. Edited by Christopher Tolkien. London: HarperCollins, 2006. 256 p. ISBN 0-261-10263-X.
Tolkien, John Ronald Reuel. Die Ungeheuer und ihre Kritiker: gesammelte Aufsätze. Herausgabe von Christopher Tolkien. Übersetzung von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 1987. 262 S. ISBN 3-608-95257-8.
Parma Eldalamberon: The Book of Elven-tongues. Edited by Christopher Gilson. Cupertino (California): 1971-  . 🌍 Eldalamberon.

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Letzte Aktualisierung der Website: 30. Juli 2019. Kontakt: