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Tengwar

   
Ir Ithil ammen Eruchín
Wenn der Mond, Juwel des Himmels,
  
menel-vîr síla díriel
scheint und hält Wache für uns, Kinder des Einen,
      
si loth a galadh lasto dîn!
Blume und Baum, dann hört still zu!
    ⸱
A Hîr Annûn gilthoniel,
O Herrin des Westen, Sternenentfacherin,
    
le linnon im Tinúviel!
für Dich singe ich, ich Nachtigall!

Kommentar
Dieses Gedicht wurde in den 1950er Jahren oder nachher verfasst, als Tolkien unternahm, bestimmte Teile des Leithian-Lied umzuarbeiten (sie wurden schließlich in The Lays of Beleriand S. 354 veröffentlicht). Im Stil ähnelt es die elbische Hymne A Elbereth Gilthoniel; offensichtlich handelt es sich um einen anderen Lobgesang an Elbereth. Weder J. R. R. Tolkien noch sein Sohn Christopher hat eine Übersetzung gebracht. Trotzdem versteht man dieses Gedicht ziemlich gut, auch wenn nicht alles ganz klar ist: die Syntax ist besonders schwer und beugt sich vermutlich dem Versmaß sehr. Wir haben die deutsche Übersetzung auf eine der möglichen Deutungen begründet.

Man soll sich natürlich erinnern, dass Tinúviel „Nachtigall“ Berens Nachname für Lúthien ist.

Der Text wird in Tengwar oder „Buchstaben von Fëanor“ nach Tolkiens Modus von Beleriand umgeschrieben. Ein Beispiel dieses Modus ist die Inschrift des Moria-Tores im Buch II, Kapitel 4 des Herrn der Ringe. Wir haben die Schriftart Tengwar Parmaite von Måns Björkman verwandt.  Modus in Glaemscribe öffnen

Quellenangabe
Tolkien, John Ronald Reuel. The Lays of Beleriand. Edited by Christopher Tolkien. London: HarperCollins, 1994. 393 p. (The History of Middle-earth; III). ISBN 0-261-10226-5.

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Letzte Aktualisierung der Website: 30. Juli 2019. Kontakt: