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Sindarin
Tengwar

   ⸱
Ónen i-Estel Edain,
Ich gab den Edain Hoffnung,
   ⸱:⸱
ú-chebin estel anim.
Hoffnung behielt ich nicht für mich.

Kommentar
Die Übersetzung wird in einer Fußnote im Anhang A, Teil (v) von dem Herrn der Ringe gegeben. Einige Ausgaben haben Onen ohne Akut. Im Anhang wird das sindarinische Wort linnod gegeben, doch nicht erklärt. Man kann die allgemeine Meinung aus dem Kontext schließen, es muss eine Art von Vers oder Formel sein. Das Wort ist klar genug aus lind „Lied, Melodie“ mit einem -od Suffix gebildet. David Salo nimmt in A Gateway to Sindarin S. 165 an, es sei das selbe singulative Suffix wie in filig “Vögel” im Vergleich zu filigod “ein Vogel” (The Lost Road S. 381), und schlägt deswegen die Meinung „Vers“ vor. Anderenfalls halten Patrick Wynne und Carl F. Hostetter in Tolkien’s legendarium, S. 131, das -od Suffix für eine Kompositionsform von odo „sieben“; tatsächlich hat Gilraens linnod zwei Halbverse von sieben Silben. Nach dieser Deutung sei linnod der Name einer gewissen elbischen Versform.

Der Text wird in Tengwar oder „Buchstaben von Fëanor“ nach Tolkiens allgemeinen Gebrauch des Dritten Zeitalters umgeschrieben. Sein Gebrauchs fürs Sindarin ist zum Beispiel durch das dritte Manuskript der Brief des Königs in Sauron Defeated S. 131 veranschaulicht. Wir haben die Schriftart Tengwar Annatar von Johan Winge verwandt.  Modus in Glaemscribe öffnen

Quellenangabe
Tolkien, John Ronald Reuel. The Lord of the Rings. London: HarperCollins, 1999. 3 vol. ISBN 0-261-10235-1.
Tolkien, John Ronald Reuel. Der Herr der Ringe. Übersetzung von Margaret Carroux (Prosa) und Ebba-Margareta von Freymann (Gedichte). Korrigiert und überarbeitet von Roswith Krege-Mayer. Einbändige Ausgabe. Stuttgart : Klett-Cotta, 1991. 1177 p. ISBN 3-608-95855-X.
Tolkien, John Ronald Reuel. Der Herr der Ringe. Übersetzung von Wolfgang Krege. Stuttgart: Klett-Cotta, 2002. 3 Bd. ISBN 3-608-93544-4 (sämtliche Ausgabe).
Tolkien, John Ronald Reuel. The Lost Road and other writings: Language and Legend before The Lord of the Rings. Edited by Christopher Tolkien. London: HarperCollins, 1993. 455 p. (The History of Middle-earth; V). ISBN 0-261-10225-7.
Salo, David. A Gateway to Sindarin: a grammar of an Elvish language from J. R. R. Tolkien’s Lord of the Rings. Salt Lake City: The University of Utah Press, 2004. 436 p. ISBN 0-87480-800-6.
Wynne, Patrick, Hostetter, Carl F[ranklin]. Three Elvish verse modes: Ann-thennath, Minlamad thent/estent, and Linnod. In Flieger, Verlyn (ed.), Hostetter, Carl F. (ed.). Tolkien’s legendarium: essays on The History of Middle-earth. Westport (Connecticut): Greenwood Press, 2000. P. 113-139. ISBN 0-313-30530-7.

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Letzte Aktualisierung der Website: 30. Juli 2019. Kontakt: